Presseinformationen zur Weltmeisterschaft 2003 - Spielberichte
 

allgemeine Pressemitteilungen

7. Spiel, Finale Deutschland - Brasilien: 0:3 (12:20, 13:20, 8:20)

von Ina Pannewig

Zuschauer: 3000
Wetter: sonnig und heiss, 34 Grad
Platz: gut

1. Satz
Deutschland beginnt mit vorgezogener Mitte. In der Anfangsaufstellung stehen Pannewig, Kolb, Meyer, Ball und Varnhorn. Brasilien hat den besseren Start und führt trotz sehr guter Abwehrleistung von Sascha Ball schnell mit 5:8. Ein ums andere Mal kann George Schuch (Hauptangreifer Brasilien) durch die Mitte bei der Deutschen Abwehr punkten. Bei 6:9 beginnt Deutschland die Aufholjagd und Niels Pannewig kann mit einem Zauberball (Preller direkt in die Leine) zum 9:9 ausgleichen. Trotz kurzem Aufbäumen bleiben die Probleme in der Abwehr durch lang durch die Mitte geschlagene Bälle. Bei 14:10 geht Niels Pannewig und Jörg Müller kommt. Ihm unterlaufen leider viele Angabenfehler und Brasilien nutzt jede Chance zum direkten Punkt. Satzendstand 12:20.

2.Satz
Hauptangreifer Niels Pannewig wird wieder für Jörg Müller eingewechselt. Doch Brasilien legt wieder einen blitzsauberen Start hin. Bei 4:7 kommt es bei Deutschland zu einem für die Beobachter unverständlichem Wechsel. Sascha Ball geht dafür kommt Christian Löwe. Auch mit vielen direkten Angabepunkten von Deutschland reicht es nicht mehr für das deutsche Team. Brasilien ist auf allen Positionen überlegen. Satzendstand 13:20.

3.Satz
Brasilien hat sich in einen Rausch gespielt. Es gelingt ihnen alles. Deutschland hat keine Möglichkeit sich gegen den enormen Druck zu wehren. Schnell führt Brasilien mit 2:11. Der Bann ist gebrochen und Deutschland hatte keine Kraft mehr zur Gegenwehr. Deutschland gewinnt die Silbermedaille. Satzende 8:20.

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Stimmen zum Spiel
Udo Schulz (Trainer Deutschland): Wir haben es letztendlich überhaupt nicht geschafft, ins Spiel zu finden. Wir haben auf verschiedenen Positionen keine reife Leistung gebracht. Das ging mit dem Abwehrverhalten los und war auch im Zuspielbereich leider wieder das Manko, wie wir das schon in der Vorrunde hatten. Dadurch hatten wir einfach keine Möglichkeit, Druck zu erzeugen. Aber Hut ab vor Brasilien, sie haben ein ganz, ganz starke Leistung gebracht. Ich habe George Schuch sehr, sehr oft spielen gesehen, aber ich habe ihn, nicht um uns besser zu machen, nie so stark gesehen wie heute.

Jens Kolb (Spielführer Deutschland): Am Anfang konnten wir die Angaben von Schuch sehr gut aufnehmen, haben aber selbst zu wenig Punkte gemacht. Brasilien wurde dann aber sehr stark und wir hatten nur noch wenig Chancen. Aber am Anfang wäre was drin gewesen, das haben eben nicht genutzt.

Lutz Meyer (Spieler Deutschland): Wir kamen überhaupt nicht ins Spiel. Sei es mit der Angabe oder mit der Abwehr hinten und bei mir in der Mitte. Da fehlte die Abstimmung.

Gastao Englert (Trainer Brasilien): Wir haben eigentlich ein schwereres Spiel erwartet. Aber wir haben sehr gut gekämpft. Auch taktisch hat alles sehr gut geklappt.

6. Spiel, Halbfinale Österreich - D: 0:2 (13:20, 20:22)

von Ina Pannewig

Zuschauer: 1500
Wetter: sonnig-warm, 32 Grad
Platz: gut

1. Satz:
Deutschland beginnt mit Pannewig, Müller, Ball, Sondern und Varnhorn in U-Formation.
Auch das Team Austria bringt mit Martin Weiß, Dietmar Weiß, Einsiedler, Fels und Leitner seine in den letzten Tagen beste Ausstellung. 
Österreich beginnt mit einem Angabefehler und sofort hat man das Gefühl es gibt den Deutschen Auftrieb. Niels Pannewig nimmt genau wie im Vorrundenspiel Martin Weiß aufs Korn und kann dort ein ums andere Mal punkten. Beim Stand von 6:6 wird der Österreicher dann auch sofort gegen Klemens Kronsteiner ausgewechselt. Die "neue" Angabe wird sofort pariert und nun beginnt der Siegeszug des deutschen Teams. Die Abwehr steht bombenfest, das Zuspiel kommt sehr genau und die meisten Angriffe werden mit einem Punkt abgeschlossen. Enorm, wie viel Druck sie auf die Gegner ausüben. Durch diesen Druck passieren den Österreichern auch einige in den Vorrunden nicht gesehene Angabe- und Rückschlagfehler. Unter tosendem Beifall der deutschen Fans zog die Mannschaft um Bundestrainer Udo Schulz sein konsequentes Spiel bis zum Satzendstand 20:13 durch.

2. Satz:
Das Team Austria beginnt wieder mit Martin Weiß. Trotzdem wirken sie eingeschüchtert von der Stärke der deutschen Mannschaft. Deutschland beginnt wieder stark und führt auch Dank einiger Fehler Österreichs mit 10:6 und 13:10. Ab diesem Zeitpunkt dreht das Team Austria das Blatt und wird druckvoller. Schnell machen sie fünf Punkte in Folge. Bei 15:18 sieht Deutschland schon wie der Verlierer des 2. Satzes aus. Doch dann kratzen die deutschen Abwehrleute einige sehr gute Angriffe und können verwandeln (18:18). Bei 19:18 hat Deutschland den ersten Matchball, leider können sie sie nicht in Punkte umwandeln. Auf Österreichs Seite glänzt Stefan Einsiedler in der Abwehr. Dennoch kommt D zum Ausgleich durch eine verunglückte Rettungsaktion auf der Seite Österreichs (19:19). Jetzt kommt die große Stunde von Sascha Ball! Einige Bälle erreicht er erstklassig und beim letzten Angriff der Österreicher lässt er den Ball knapp ins Aus tippen (20:19). Martin Weiß muss die Angabe machen und Sascha Ball lässt ihn genau auf derselben Stelle knapp ins AUS (!) segeln! Sieg für Deutschland! Getragen von "Finale" - Sprechchören der ca. 100 mitgereisten deutschen Fans fielen sich die Spieler glücklich in die Arme! 

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Stimmen zum Spiel
Udo Schulz (Trainer Deutschland): Ich bin davon überzeugt, dass wir die beste Mannschaft dieses TUrniers geschlagen haben und das ist wirklich eine Sensation. Im ersten Satz haben wir, wie im ersten Spiel, genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, nämlich über Martin Weiß zu gehen. Es war für uns schon ein bisschen überraschend, dass er immer im Feld stand. Das hat Niels perfekt ausgenutzt. Vom Wechsel von Martin Weiß zu Klemens Kronsteiner, der schon früh erfolgte, haben wir uns diesmal auch nicht irritieren lassen sondern haben konsequent das Spiel weiter geführt. Der zweite Satz ging für uns, für mich etwas überraschend, positiv los. Mit dem Wind war es viel schwieriger zuzuspielen aber wir haben es überwiegend gut gemacht. Wir haben sehr offensiv zugespielt und hatten genug Möglichkeiten. Wir waren dann ja auch 9:4 vorne und kamen dann wieder in eine sehr kritische Phase, als das abgelöst wurde. Österreich war dann auch 18:15 vorne und hat uns aber gottseidank mit Eigenfehlern im Spiel gehalten. Ich war gespannt, ob wir den Matchball machen, dazu hat uns dann Martin Weiß verholfen.

Sascha Ball: Das war heute sensationell, gegen Österreich gewonnen zu haben und gegen Brasilien im Endspiel zu sein. Als zum Schluss die beiden Bälle an mir vorbei ins Aus flogen war da nur noch Freude und Jubel. Wir haben das geschafft, was kaum einer von uns erwartet hat.

Niels Pannewig: Das Entscheidende war heute, dass wir es geschafft haben, von Anfang an leicht in Führung zu gehen bzw. dranzubleiben. Dadurch waren die Österreicher gezwungen, selber mit mehr Risiko zu spielen. Wir haben hinten die Bälle geholt, haben sehr gut zugespielt und dadurch war es vorne verhältnismäßig einfach, dann auch zu punkten. Auch im zweiten Satz sind wir gleich vier Bälle weggekommen. Dann kam ein kleiner Einbruch. Österreich hat die Bälle gut geholt und wenn sie in Angriff kommen, wird es immer gefährlich. Am Ende haben wir gerade von der Abwehrleistung sehr gut gespielt und die nötigen Punkte noch gemacht. Ganz am Schluss hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück gehabt, dadurch dass Martin Weiß die beiden letzten Angaben ins Aus gesetzt hat.

Jörg Müller: Das ist heute ein sehr gute Gefühl, am Geburtstag solch ein Spiel zu gewinnen.

Sven Varnhorn: Das ist ein bombastischen Gefühl, vor allem haben wir jetzt endlich die Möglichkeit, 1999 wieder wett zu machen. Darauf haben wir vier Jahre hintrainiert.

Christian Löwe: Auch auf der Bank hat einem dieses Spiel alles abverlangt und war sehr nervenaufreibend.

Ernst Almhofer (Trainer Österreich): Aus mir fast unerklärlichen Gründen haben wir im Angriff eine Ladehemmung gehabt. Dadurch ist die ganze Mannschaft etwas verunsichert geworden. Im zweiten Satz haben wir gute Moral bewiesen und uns nach 3-4 Bällen Rückstand mit 18:15 abgesetzt. Dann haben wir es trotzdem nicht über die Runden gebracht. Wir waren gut eingestellt, wir waren nicht überheblich, aber ich muss der deutschen Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Sie hat heute in diesem Spiel eine tolle Leistung geboten.

Martin Weiß (Spieler Österreich): Wir haben heute überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden. Zum zweiten muss man den Deutschen wirklich ein Kompliment machen. Sie haben taktisch extrem gut gespielt. Wir wussten, dass wir sie mit dem Serrvice stark unter Druck setzen müssen, da sie beim Rückschlag mit Niels und Jörg stark sind. Genauso war es auch. Sie sind alle außerhalb des Feldes gestanden und haben mein Service locker entschärft. In die Mitte bin ich mit den halblangen Bällen nicht reingekommen und das war das Geheimnis zum Erfolg. Niels hat heute wieder vor allem am Anfang sehr stark serviert und hat uns in Rückstand gebracht. Dadurch sind wir unsicher geworden und damit sind wie heute leider nicht fertig geworden.

Dirk Schachtsiek (Dt. Ex-Nationalspieler): Ich habe selten so geschwitzt auf der Tribüne.

5. Spiel, Vorrunde: D - Schweiz: 1:2 (20:22, 20:12, 16:20)

von Dirk Schachtsiek

Zuschauer: 800
Wetter: trocken, ca. 17 Grad
Platz: gut bespielbar

1. Satz:
Trainer Udo Schulz beginnt mit folgenden Spielern in der U-Formation: Pannewig, Müller, Varnhorn, Sondern und Ball. Etwas überraschend beginnt bei der Schweiz Christoph Zehnder am Hauptschlag.
Der Satzanfang zeigt einen nervösen Beginn mit vielen Eigenfehlern gerade auf deutscher Seite. Nach der ersten Führung (10:9) können Niels Pannewig und Jörg Müller mit einigen schönen Diagonalschlägen das deutsche Team mit 4 Punkten in Führung bringen. Dieser beruhigende Vorsprung hat jedoch nur bis zum 16:16 Bestand. Wiederholte Unsauberkeiten beim Spielaufbau führen zu einer hohen Eigenfehlerquote. Den ersten Satzball der Schweizer kann Pannewig noch mit einem Ass abwehren, der zweite Satzball führt dann jedoch zum 20:22.

2. Satz:
Christian Löwe kommt für Christian Sondern auf die HM-Position und führt sich mit tollen Abwehraktionen gut ein. Zehnder hilft den Deutschen mit einer Vielzahl von Eigenfehlern, so dass auch trotz einiger leichter Fehler auf deutscher Seite der Satzgewinn sich schon früh abzeichnet. Eine solide Punkteausbeute von Pannewig reicht aus, in diesem Satz nie ernsthaft in Gefahr zu kommen.

3. Satz:
Es gibt nochmals einen Wechsel auf der HM-Position der deutschen Mannschaft: Lutz Meyer kommt für Christian Löwe. Bei der Schweiz übernimmt Hugentobler jetzt den Hauptangriff. Nach dem eher dahingeplätscherten zweiten Satz gibt es jetzt tolle Ballwechsel mit spektakulären Paraden von Varnhorn, die mit herrlichen Punkten von Pannewig beendet werden. Auf Schweizer Seite ist Hugentobler aber immer wieder mit scharfen Angaben auf Müller (VR) erfolgreich. Beim Seitenwechsel (10:9) sieht es noch recht gut für die Deutschen aus. Danach bricht das deutsche Spiel aber auseinander. Nur Sascha Ball ist der ruhige Pol in der deutschen Abwehr, ansonsten reihen sich schlechte Annahmen und Zuspiele aneinander. Pannewig kann die Schweizer Abwehr jetzt nicht mehr ausreichend unter Druck setzen.

Aufgrund der insgesamt viel zu hohen Quote an Eigenfehlern und Unsauberkeiten in der deutschen Mannschaft ist der Schweizer Sieg absolut berechtigt. 

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Stimmen zum Spiel
Udo Schulz (Trainer Deutschland): Für uns war es heute natürlich ein enttäuschendes Ergebnis. Schon im ersten Satz haben wir lange gebraucht, um in den Satz hinein zu finden. Wir hatten aber unsere Möglichkeiten, die wir leider selber zunichte gemacht haben. Mitte des Satzes haben wir aber ins Spiel gefunden und 15:11 geführt. Für mich ist es rätselhaft, weshalb wir den Satz dann nicht nach Hause gebracht haben. Den zweiten Satz haben wir klar gewonnen, wobei das ein Muster ohne Wert war. Der dritte Satz war ausgeglichen, wobei wir es leider nicht geschafft haben, die Angaben von Philipp Hugentobler zu entschärfen, die überwiegend über die rechte Seite gegangen sind.

Sven Varnhorn: Eigentlich haben wir nicht viel falsch gemacht. Wir hatten einige leichte Stockfehler. Einfache Bälle wurden nicht nach vorne gebracht und das Zuspiel war zu unterschiedlich. Wenn die Bälle dann lagen, konnten wir sie auch nicht unbedingt verwerten.

Niels Pannewig: Im ersten Satz hatten wir gar nicht schlecht angefangen. Durch individuelle Fehler in der ganzen Mannschaft haben wir die Chancen vergeben und die Schweizer dadurch wieder stark gemacht und ein bisschen unglücklich verloren. Im zweiten Satz lief es dann so, wie wir das besprochen hatten. Die Abwehr war sicher, das Zuspiel gut, da wurden auch die Punkte gemacht. Im dritten Satz waren viele vermeidbare Sachen dabei, die einfach nicht passieren dürfen. Da hat jeder einzelne seinen Mist gebaut. Das müssen wir jetzt bis zum Halbfinale aus den Köpfen bekommen und nach vorne schauen.

Konrad Keller (Trainer Schweiz): Wir haben unser Spiel über die Defensive aufgebaut und speziell aufgestellt, um die Angabe in Griff zu bekommen. Wir wussten, dass wir über den Spielschlag ins Spiel finden können und das hat sehr gut geklappt. Im zweiten Satz standen wir in der Abwehr zwar gut, konnten aber über die Angabe und den Spielschlag zu wenig Druck ausüben und dann hat Niels Pannewig auch zwei, drei schöne Punkte bei uns gemacht.

4. Spiel, Vorrunde: D - Namibia: 2:0 (20:12, 20:10)

von Ina Pannewig

Zuschauer: 400
Wetter: sonnig, ca. 27 Grad
Platz: guter Zustand

1. Satz:
Deutschland (Kolb, Hermanns, Varnhorn, Löwe und Ball)
Zu Beginn zeigt das deutsche Team nicht die gewohnte druckvolle Stärke. In der Abwehr schlichen sich Unsicherheiten ein und so könnte man sich bis zur Satzmitte (12:10) keinen größeren Vorsprung herausspielen. Ab da erfolgten einige sehr konzentrierte und gezielte Spielzüge mit erfolgreichem Abschluss. Sicher verwandelte Jens Kolb den ersten Satzball zum 20:12.

2. Satz:
Der zweite Satz verlief ähnlich wie der erste. Nie war der Sieg der deutschen Mannschaft um Bundestrainer Udo Schulz gefährdet. Mitte des Satzes wechselten Sven Varnhorn und Sascha Ball mit Christian Sondern und Jan Hoffrichter. Über die Spielstände 5:3, 10:5 und 17:9 kam man zu einem sicheren Sieg (20:10). 

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Stimmen zum Spiel
Udo Schulz (Trainer Deutschland): Namibia hat genauso gespielt, wie wir das erwartet hatten. Wir haben es uns selbst durch Unkonzentriertheiten sowohl in der Ballannahme als auch im Aufbau schwer gemacht. Das hat dazu geführt, dass wir uns nicht den Vorsprung erspielen konnte, den wir haben wollten. Letztendlich ist es aber ein sicherer 2:0-Erfolg geworden. Wir sind im Halbfinale und das ist das Entscheidende. 

Ole Hermanns (Spieler Deutschland): Wir haben uns heute schwerer getan, als wir uns das gedacht hatten. So deutlich, wie das Ergebnis es aussagt, war der Spielverlauf nicht. Besonders im Spielaufbau haben wir Probleme gehabt.

Christian Schluep (Trainer Namibia): Bei uns gab es eine zu hohe Erwartungshaltung unter den Spielern. Man merkte den Spielern die deutsche Abstammung an. Die Grundzüge, die wir vor dem Spiel angesprochen hatten, wurde nicht eingehalten. Als die sehr guten von Michael Baas nachliessen, kamen bei uns klar die Schwächen zum Vorschein.

 

3. Spiel, Vorrunde: D - Österreich: 1:2 (21:19, 20:10, 20:12)

von Ina Pannewig

Zuschauer: 600
Wetter: bewölkt und trocken, 21 Grad
Platz: überwiegend gut

1. Satz:
Deutschland beginnt mit Pannewig, Kolb, Hoffrichter, Sondern und Meyer. 
Das erste Mal in diesem Turnier spielt das deutsche Team im U- System. Die beiden ersten Spiele hatte man mit vorgezogener Mitte bestritten. Allerdings war man vor der Schlagstärke der Österreicher gewarnt und zog so das "neue" System vor. Es sollte sich ein wahrer Faustball- Krimi entwickeln. Von Beginn an macht Niels Pannewig mit der Angabe viel Druck und läßt Österreichs Martin Weiß verzweifeln. Jan Hoffrichter pariert in der Abwehr ein ums andere Mal glänzend und so kann sich Deutschland einen kleinen Vorsprung über 3:1 und 7:5 ausbauen. Zur Satzmitte gelingt den immer stärker werdenden Österreichern der Ausgleich (11:11). Bei der deutschen Mannschaft ist das Zuspiel nicht perfekt und so bleibt der Spielstand bis zum Satzende ausgeglichen. Bei 18:18 passiert Niels Pannewig im unglücklichsten Moment die erste Fehlangabe, den nächsten Ballwechsel kann er aber mit einem Punkt abschliessen. Danach unterlaufen dem österreichischem Team zwei Fehler und Deutschland gewinnt den ersten Satz knapp mit 21:19.

2. Satz:
Österreich beginnt den zweiten Durchgang ohne Martin Weiß und bringt für ihn Klemens Kronsteiner. Irgendwie macht dies Eindruck auf die Deutschen. Obwohl sie einige Chancen hatten, nutzen sie sie nicht für einen guten Spielaufbau und einen gelungenen Angriff. Österreich spielt jetzt druckvoll und ohne jegliche Fehler. Schnell steht es (3:8). Beim Stand von 4:9 verlässt Niels Pannewig für Jörg Müller das Spiel. Jörg Müller zeigt auch auf trockenem Boden eine starke Angabe. Allerdings bleiben die Probleme in Zuspiel und Rückschlag. Nach zwei strittigen Schiedsrichterentscheidungen gegen Deutschland ist die Gegenwehr für diesen Satz gebrochen und er geht 10:20 an das Team Austria.

3. Satz:
Deutschland tritt wieder mit Niels Pannewig im Rückschlag an. Österreich zeigt nun seine ganze Klasse und überzeugt durch sehr starke Abwehrarbeit in allen Mannschaftsteilen. Obwohl sich das deutsche Team versucht zu wehren, scheitert es am druckvollen Spiel des Gegners. Bis zur Satzmitte ist jedoch alles ausgeglichen (8:9). Dann hat Österreich jedoch einen Lauf und zieht über 10:16, 11:18 auf 11:19 davon. Auch der Wechsel von Sven Varnhorn für Lutz Meyer kann das Blatt nicht mehr wenden. Der Satz und das Spiel gehen an Österreich (12:20)

Im ersten Satz hat die Mannschaft aus Deutschland eine sehr starke Leistung gebracht und sich somit auf sich aufmerksam gemacht. Sie haben gezeigt, dass sie gegen starke Österreicher mithalten können.

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Stimmen zum Spiel
Udo Schulz (Trainer Deutschland): Im ersten Satz haben wir genau das Spiel hingekriegt, das wir spielen wollten und haben uns nichts vom Gegner diktieren lassen. Niels Pannewig hat hervorragende Angaben geschlagen, auch devensiv standen wir sehr gut. Im zweiten Satz haben wir es dann leider nicht geschafft, den Druck von Anfang an aufrecht zu erhalten. Das war etwas der Knackpunkt, dass wir nach dem gewonnenen ersten Satz nicht nachgelegt haben.

Lutz Meyer (Spieler Deutschland): Im ersten Satz konnten wir mit der Angabe mehr Druck machen und haben auch besser zugespielt und die Chancen einfach besser verwertet.

Christian Sondern (Spieler Deutschland): Im ersten Satz haben wir gut angefangen und die Vorgabe des Trainers, aggressiv zu spielen, gut umgesetzt und diesen auch verdient gewonnen. Im zweiten Satz haben wir den Start verpennt. Auch im dritten Satz ging es mit 1:5 los und das darf man sich gegen Österreich einfach nicht leisten. Das Zuspiel war bei uns heute nicht optimal und wenn mal einer lag, wurde die Chance zu oft ausgelassen. Und das müssen wir für die kommenden Spiele abstellen.

Ernst Almhofer (Trainer Österreich): Der erste Satz war heiß umkämpft. Mit vielen unangenehmen Rundschlägen beim Service ist uns Niels Pannewig ziemlich unangenehm geworden. Wir haben dann gewechselt und Klemens Kronsteiner für Martin Weiß auf eine für einen Rechtshänder eigentlich ungewohnte Position gebracht. Klemens ist der jüngste bei uns im Team und hat eine hervorragende Performance geboten. Es war das Spiel seines Lebens

Martin Weiß (Spieler Österreich): Ich habe wahrscheinlich eine 'Nielsophobie' und habe sofort die Hosen voll, wenn er mit gegenüber steht. In den letzten Spielen gegen ihn habe ich nicht wirklich gut ausgesehen und das hat mich total verunsichert. Aber wir haben einen starken Kader in dem jeder jeden ersetzten kann und Klemens war heute super drauf. Das war heute der Schlüssel zum Sieg.

 

2. Spiel, Vorrunde: D - Argentinien: 2:0 (20:15, 20:6)

von Ina Pannewig

Zuschauer: 1200
Wetter: schwül warm, ca. 32 Grad
Platz: weich und tief (vom Regen noch nicht abgetrocknet)

1. Satz:
Deutschland beginnt mit Pannewig, Kolb, Meyer, Hoffrichter und Löwe.
Von Beginn an hat das deutsche Teram das Heft in der Hand. Trotz sehr schwierigen Paltzverhältnissen ist man hellwach. Niels Pannewig zeigt konstantere und druckvollere Angaben als am Vortag, die Abwehr steht wie eine Bank und auch aus dem Spiel heraus zeigen die Angreifer eine hervorragende Leistung. Jens Kolb glänzt mit einigen spektakulären Rettungsaktionen. Über die Spielstände 4:0, 9:5 und 15:10 dominiert Deutschland in allen Mannschaftsteilen. Der erste Satz war nie in Gefahr und ging 20:15 aus.

2. Satz:
Für Chris Löwe ist Christian Sondern eingewechselt worden. Das deutsche Team geht sofort in die Offensive und spielt sehr überlegen. Schnell hat man einen sicheren Vorsprung herausgearbeitet und spielt locker und befreit auf. Mitte des Satzes kommt Ole Hermanns für Niels Pannewig und fügt sich mit druckvollen Angriffen nahtlos in die Mannschaft ein. Deutlich endete der satz mit 20:6.

Fazit:
Das Spiel der deutschen Mannschaft war heute sicherer und druckvoller als am gestrigen Tage. Sicher war Argentinien auch der schwächere Gegner, aber die Deutschen ließen ihnen auch nie die Chance ins Spiel zu kommen. Auffällig war, dass alle Spieler sich nahtlos einfügten. Der Sieg war nie gefährdet.

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Stimmen zum Spiel
Udo Schulz (Bundestrainer): Ich bin sehr, sehr zufrieden, weil wir wirklich von Anfang an genau das umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben Argentinien überhaupt nicht ins Spiel kommen lassen und haben sehr viel Druck gemacht. Bis auf eine kurze Phase im ersten Satz haben wir das konsequent umgesetzt.

Christian Löwe (zu seinem ersten WM-Einsatz): Am Anfang war ich schon etwas nervös, auch weil ich gewusst habe, dass die Platzverhältnisse sehr schwierig sind. Im Großen und Ganzen war ich aber dann doch gelassener, als ich das vorher gedacht hatte. Mit meinem Spiel war ich noch nicht ganz zufrieden. Für das erste Spiel war das sicher ok, aber es ist noch Potenzial nach oben da.

 

1. Spiel, Vorrunde: Brasilien - D: 2:1 (20:12, 18:20, 20:18)

von Ina Pannewig

Zuschauer: 2000
Wetter: regnerisch, ca. 24 Grad
Platz: nass und weich

1. Satz:
Deutschland beginnt mit Pannewig, Kolb, Meyer, Ball und Varnhorn.
Von Beginn an versuchen die Deutschen Druck zu machen. Dies gelingt ihnen aus dem Spiel heraus gut, aber mit der Angabe macht Niels Pannewig zu wenig Druck. Schnell liegt man mit 5:10 zurück. Heraus sticht Sascha Ball mit glänzenden Abwehraktionen. Da das deutsche Spiel eigentlich gut ist, nur die Angabe zu fehlerhaft und zu uneffektiv, kommt beim Spielstand von 8:15 Jörg Müller für Jens Kolb. Von dem Zeitpunkt an macht Deutschland in der Angabe viel Druck. Leider ist es für diesen Satz zu spät und er geht 12:20 an Brasilien.

2. Satz:
Mit gleicher Aufstellung trumpfen die Deutschen groß auf. Alle Aktionen werden erfolgreich abgeschlossen. Schnell führt man mit drei Bällen. Mitte des Satzes schießt sich Brasiliens Georghe Schuch bei den Angaben auf die deutsche Mittelposition ein. Udo Schulz reagiert und stellt Jörg Müller bei brasilianischer Angabe auf die Mittelposition. Mit Erfolg! Obwohl es zum Satzende noch mal eng wird, behält Deutschland die Nerven und gewinnt nach starkem Finish den Satz mit 20:18.

3. Satz:
Dank starker Abwehraktionen auf dem schwer bespielbaren tiefen Rasen (Dauerregen), der beiden Mannschaften Probleme bereitet, geht das deutsche Team wieder mit 5:3 in Führung in der Folge nutzt man einige aufgenommene Bälle nicht erfolgreich. Mitte des Satzes liegt man schon wieder 7:10 zurück und Niels Pannewig wird gegen Jens Kolb ausgewechselt. Der Abstand bleibt weiter (13:16). Zum Satzende kommt Deutschland nochmal stark auf und hat beim Stand von 17:18 die Chance auszugleichen, aber trotz super Abwehrleistung wird sie nicht genutzt. Brasilien gewinnt 18:20.

Zusammenfassend ist die Leistung der deutschen Mannschaft als gut einzuschätzen. Einige Mannschaftsteile können noch verbessert werden und man ging trotzdem nur knapp als Verlierer vom Platz. Herauszuheben ist die Leistung von Jörg Müller und Sascha Ball. Auch Sven Varnhorn zeigte eine starke Partie.

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Stimmen zum Spiel
Udo Schulz (Trainer Deutschland): Im ersten Satz haben wir überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Wir wollten von hinten die Mitte dicht machen. Diese Taktik ist aber nicht aufgegangen, da auch immer wieder unerreichbare Bälle in der Mitte durchgelassen wurden. Jörg Müller habe ich immer zugetraut, auch in schwierigen Situationen eine gute Angabe zu machen. Ich freue mich darüber, dass er heute seine Nominierung eindeutig bestätigt hat. Letztendlich haben wir es nicht geschafft, die wenigen Chancen die wir hatten zu nutzen.

Gastao Englert (Trainer Brasilien): Das Entscheidende in diesem Spiel war die Angabe, die für beide Seiten aufgrund der Nässe schwer abzuwehren war. Besonders im zweiten Satz hatten wir Probleme mit den Angaben der Deutschen, konnten uns aber steigern.

 

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WM2003   E-Mail Webmaster Gästebuch letzte Aktualisierung: 24.11.2003 02:08:30